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"Mir war klar: Das kann nicht alles gewesen sein."
Leas Weg aus dem Büro in den Rettungsdienst
Lesezeit: 7-8 Minuten
Von außen betrachtet lief bei Lea eigentlich alles nach Plan. Mit 24 Jahren arbeitete sie im öffentlichen Dienst, hatte einen sicheren Arbeitsplatz, geregelte Arbeitszeiten und eine klare berufliche Perspektive. Viele Menschen wären damit zufrieden gewesen. Doch Lea merkte zunehmend, dass ihr etwas fehlte. "Eigentlich hatte ich alles, was man sich wünschen sollte. Aber ich war trotzdem nicht glücklich." Jeden Tag am Schreibtisch zu sitzen, dieselben Abläufe zu erleben und Woche für Woche ähnlich zu gestalten, fühlte sich für sie irgendwann nicht mehr richtig an. "Ich habe mir mein weiteres Leben einfach anders vorgestellt." Heute befindet sich Lea auf dem Weg zur Rettungssanitäterin. Eine Entscheidung, die ihr Leben verändert hat.
Sicherheit allein macht nicht glücklich Lea betont, dass sie ihren bisherigen Beruf nie gehasst hat. Ganz im Gegenteil. "Ich hatte tolle Kollegen und einen sicheren Arbeitsplatz."
Trotzdem wurde ihr mit der Zeit immer deutlicher, dass sie etwas vermisste: Abwechslung. Verantwortung. Direkten Kontakt mit Menschen. Und vor allem das Gefühl, am Ende des Tages wirklich etwas bewegt zu haben. "Ich wollte nicht jeden Morgen aufstehen und das Gefühl haben, einfach nur meine Stunden abzuarbeiten."
Auf der Suche nach einer Aufgabe mit Sinn Die Gedanken an eine Veränderung wurden immer stärker. Doch wie viele andere Menschen stand auch Lea zunächst vor einer schwierigen Frage: Wohin soll die Reise überhaupt gehen? Der Rettungsdienst rückte dabei immer stärker in ihren Fokus. Die Kombination aus Medizin, Teamarbeit, Verantwortung und direkter Hilfe für Menschen faszinierte sie sofort. "Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto klarer wurde mir, dass das genau das ist, was ich suche." Der Mut, etwas Neues zu wagen Eine berufliche Veränderung klingt oft einfacher, als sie tatsächlich ist. Schließlich bedeutet sie, die eigene Komfortzone zu verlassen. "Natürlich habe ich mich gefragt, ob das die richtige Entscheidung ist."
Gerade weil sie bereits einen sicheren Arbeitsplatz hatte, war die Entscheidung nicht selbstverständlich. Doch irgendwann überwog die Erkenntnis: „Wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich mich immer fragen, was gewesen wäre.“
Von Anfang an willkommen Bereits in den ersten Tagen der Ausbildung fiel Lea etwas auf. "Die Atmosphäre war völlig anders, als ich es erwartet hatte."
Statt anonymer Unterrichtsräume und distanzierter Lernumgebungen erlebte sie eine Gemeinschaft. Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen kamen zusammen: Schüler, Berufstätige, Umschüler, Ehrenamtliche. Und trotzdem entstand schnell ein echtes Miteinander. "Man hatte nie das Gefühl, alleine zu sein."
Lernen macht Spaß, wenn man das Ziel vor Augen hat Besonders beeindruckte Lea die Praxisnähe der Ausbildung. Viele Inhalte wurden anhand realer Beispiele erklärt und direkt mit dem späteren Berufsalltag verknüpft. "Man wusste immer, warum man etwas lernt."
Dadurch entstand eine Motivation, die sie aus früheren Lernphasen kaum kannte. "Es war anstrengend, aber gleichzeitig unglaublich spannend."
Mehr als nur eine Ausbildung Rückblickend spricht Lea nicht nur über die fachlichen Inhalte. Sie spricht vor allem über die Menschen. Denn während ihrer Ausbildung entstanden Freundschaften, die weit über den Unterricht hinausgehen. "Ich hätte niemals gedacht, dass ich hier Menschen kennenlerne, die mir so wichtig werden."
Gemeinsames Lernen, gemeinsame Herausforderungen und gemeinsame Erfolge schweißten die Teilnehmer zusammen. "Wir haben uns gegenseitig motiviert, unterstützt und durch schwierige Phasen getragen."
Heute sind daraus echte Freundschaften entstanden.
Warum Teamarbeit im Rettungsdienst so wichtig ist Gerade diese Erfahrung hat Lea noch etwas anderes gezeigt. Rettungsdienst funktioniert nicht allein. Er funktioniert nur im Team. Diese Erkenntnis zog sich für sie durch die gesamte Ausbildung. "Jeder bringt andere Stärken mit. Und genau dadurch wird man gemeinsam besser."
Diese Teamkultur habe sie von Anfang an begeistert.
Heute weiß sie, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat Wenn Lea heute auf ihren bisherigen Weg blickt, gibt es eine Sache, die sie sicher weiß: Sie würde sich wieder genauso entscheiden. Der Rettungsdienst gibt ihr genau das, was sie in ihrem bisherigen Berufsalltag vermisst hat: Abwechslung. Verantwortung. Sinn. Und die Möglichkeit, Menschen direkt zu helfen. "Jeder Tag ist anders. Genau das habe ich gesucht."
Was Lea anderen Berufstätigen raten würde Viele Menschen bleiben in Berufen, die sie eigentlich nicht mehr erfüllen. Nicht weil sie glücklich sind. Sondern weil Veränderungen Angst machen. Lea kennt diese Gedanken. Deshalb fällt ihr Rat heute eindeutig aus. "Wenn du spürst, dass dir etwas fehlt, dann hör auf dieses Gefühl."
Natürlich müsse man nicht sofort sein komplettes Leben umkrempeln. Aber man sollte sich die Chance geben, neue Wege kennenzulernen. "Manchmal wartet die richtige Entscheidung genau außerhalb der eigenen Komfortzone."
Ein neuer Weg mit neuen Perspektiven Für Lea begann alles mit dem Gefühl, dass ihr im Berufsalltag etwas fehlte. Heute hat sie nicht nur einen neuen beruflichen Weg gefunden. Sie hat neue Perspektiven gewonnen. Neue Erfahrungen gesammelt. Und Menschen kennengelernt, die sie auf diesem Weg begleiten. Oder wie sie selbst sagt: "Ich habe eigentlich nach einem neuen Beruf gesucht. Gefunden habe ich viel mehr als das."
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Wir nehmen uns Zeit für deine Fragen und helfen dir dabei, den passenden Einstieg in den Rettungsdienst zu finden.
Alexander Schiffmann
Schulleiter DRK Rettungsdienst-Akademie Euskirchen
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