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"Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffe." – Vivian über ihre Ausbildung zur Rettungssanitäterin
Lesezeit: 7-8 Minuten
Wenn Vivian heute auf die vergangenen Monate zurückblickt, muss sie manchmal selbst schmunzeln. Denn noch vor einiger Zeit hätte sie sich kaum vorstellen können, dass sie neben ihrem Beruf als Erzieherin, zwei Kindern und dem ganz normalen Familienalltag zusätzlich eine Ausbildung im Rettungsdienst absolvieren würde. "Wenn mir das vor zwei Jahren jemand gesagt hätte, hätte ich wahrscheinlich nur gelacht." Heute hat Vivian ihre Qualifikation zur Rettungshelferin NW mit Bravour bestanden und befindet sich auf dem Weg zur Rettungssanitäterin. Ein Weg, der nicht immer einfach war – aber einer, den sie jederzeit wieder gehen würde.
Zwischen Beruf, Familie und dem Wunsch nach Veränderung Vivian arbeitet als Erzieherin. Ein Beruf, der Verantwortung, Geduld und Organisationstalent verlangt. Gleichzeitig ist sie alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Ihr Alltag ist geprägt von festen Abläufen, Terminen und der ständigen Herausforderung, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Trotzdem spürte sie schon länger, dass sie sich beruflich weiterentwickeln wollte. "Ich habe meinen Beruf immer gerne gemacht. Aber irgendwann kam der Wunsch, noch einmal etwas Neues zu wagen."
Der Rettungsdienst faszinierte sie schon länger. Die Mischung aus Medizin, Teamarbeit und direkter Hilfe für Menschen sprach sie sofort an. "Ich wollte etwas Sinnvolles machen, Verantwortung übernehmen und mich gleichzeitig fachlich weiterentwickeln."
Trotzdem stellte sich eine entscheidende Frage: Kann das überhaupt funktionieren?
Die größte Hürde war nicht die Ausbildung Viele Menschen denken bei einer berufsbegleitenden Ausbildung zuerst an Prüfungen oder Unterricht. Für Vivian lag die größte Herausforderung woanders. "Meine erste Frage war nicht, ob ich das lernen kann. Meine erste Frage war: Wie soll ich das zeitlich schaffen?"
Als alleinerziehende Mutter muss jeder Tag organisiert werden. Kinderbetreuung, Beruf, Haushalt und familiäre Verpflichtungen lassen wenig Raum für spontane Entscheidungen. Deshalb war für sie schnell klar: Wenn dieser Weg funktionieren soll, braucht es eine Ausbildung, die sich an ihre Lebensrealität anpassen lässt.
Ohne Unterstützung geht es selten allein Trotz aller Motivation war Vivian eines von Anfang an bewusst: Eine solche Weiterbildung funktioniert nicht ohne Unterstützung. Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern musste sie ihren Alltag sorgfältig planen und organisieren. Gleichzeitig konnte sie auf den Rückhalt ihrer Familie zählen, wenn zusätzliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung benötigt wurde. "Natürlich hätte ich das ohne Unterstützung nicht geschafft."
Für Vivian war genau dieses Zusammenspiel entscheidend: familiärer Rückhalt auf der einen Seite, eigene Disziplin und Durchhaltevermögen auf der anderen. "Am Ende muss man die Ausbildung selbst machen. Aber es hilft unglaublich, wenn Menschen an einen glauben und einen unterstützen."
Zusätzlich profitierte sie von der Flexibilität der Ausbildung. Die einzelnen Ausbildungsabschnitte ließen sich langfristig planen und an ihre persönliche Situation anpassen. "Genau das hat es überhaupt erst möglich gemacht."
Warum die berufsbegleitende Ausbildung der richtige Weg war Genau hier begann für Vivian die eigentliche Reise. "Ich musste meinen Beruf nicht aufgeben. Ich musste nicht alles auf eine Karte setzen."
Stattdessen konnte sie Schritt für Schritt in den Rettungsdienst einsteigen. Der modulare Aufbau der Ausbildung gab ihr die Möglichkeit, ihre Weiterbildung an ihre persönliche Situation anzupassen. "Das hat unglaublich viel Druck herausgenommen."
Sie musste nicht sofort die gesamte Ausbildung planen. Sie konnte sich auf den nächsten Schritt konzentrieren. Und genau das machte den Weg für sie machbar.
Lernen zwischen Kita, Familienalltag und Ausbildung Natürlich gab es auch anstrengende Phasen. "Manchmal saß ich abends am Schreibtisch, nachdem die Kinder im Bett waren. Da fragt man sich schon, warum man sich das gerade antut."
Doch genau in diesen Momenten wurde ihr bewusst, wie wichtig ihr dieses Ziel geworden war. "Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich das schaffen kann."
Besonders geholfen habe ihr dabei die Unterstützung während der Ausbildung.
Nicht jeder lernt gleich Vivian beschreibt sich selbst als sehr praxisorientierten Menschen. Deshalb waren einige theoretische Ausbildungsinhalte zunächst eine Herausforderung. "Natürlich gibt es Themen, die man nicht sofort versteht."
Doch genau hier habe sie sich besonders gut begleitet gefühlt. "Es wurde nie erwartet, dass jeder alles sofort kann."
Die Dozenten nahmen sich Zeit, erklärten Inhalte mehrfach und gingen auf individuelle Fragen ein. "Man hatte nie das Gefühl, einfach nur eine Teilnehmernummer zu sein."
Gerade diese persönliche Förderung habe ihr geholfen, auch in anspruchsvolleren Phasen dranzubleiben.
Theorie wird verständlich, wenn sie mit Praxis verbunden wird Ein weiterer Punkt, der Vivian besonders begeistert hat, war die Art des Unterrichts. "Es wurde immer erklärt, warum etwas wichtig ist."
Statt trockener Theorie standen reale Beispiele, praktische Übungen und Erfahrungen aus dem Rettungsdienst im Mittelpunkt. Dadurch wurden viele Inhalte deutlich greifbarer. "Man versteht Dinge viel besser, wenn man sie direkt anwenden kann."
Besonders die anschließenden Praktika hätten ihr geholfen, die Inhalte noch besser zu verinnerlichen. "Erst dort merkt man, wie alles zusammenhängt."
Der Moment, in dem die Zweifel verschwanden Für Vivian gab es einen ganz besonderen Moment. Den Moment, in dem sie ihre Rettungshelfer-Prüfung bestand. "Darauf war ich unglaublich stolz."
Nicht nur wegen der Prüfung selbst. Sondern weil sie sich bewiesen hatte, dass sie Familie, Beruf und Ausbildung gleichzeitig bewältigen kann. "Da habe ich zum ersten Mal wirklich gedacht: Ich schaffe das."
Ein Gefühl, das sie bis heute begleitet.
Die nächsten Schritte sind bereits geplant Inzwischen arbeitet Vivian weiter an ihrem Ziel, Rettungssanitäterin zu werden. Und die Perspektiven könnten besser kaum sein. Durch das Netzwerk der Akademie entstehen bereits erste Kontakte für ihren späteren Einstieg in den Rettungsdienst. "Das motiviert natürlich zusätzlich."
Zu wissen, dass die Ausbildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch echte Perspektiven eröffnet, sei ein großer Vorteil. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Vivian nach ihrer Qualifikation als Rettungssanitäterin den nächsten Schritt in den Rettungsdienst gehen wird.
Was Vivian anderen Eltern sagen würde Viele Menschen mit Familie schließen eine Ausbildung im Rettungsdienst für sich von vornherein aus. Vivian versteht diese Gedanken. "Ich hatte sie selbst."
Trotzdem würde sie heute etwas anderes empfehlen. "Man sollte sich nicht von seinen ersten Zweifeln aufhalten lassen."
Natürlich brauche es Organisation, Motivation und manchmal auch Durchhaltevermögen. Aber viele Dinge seien machbarer, als sie zunächst wirken.
Ihr wichtigster Rat Wenn Vivian heute einen Rat geben müsste, wäre er überraschend einfach. "Trau dich."
Niemand müsse von Anfang an wissen, wie der gesamte Weg aussieht. Wichtig sei nur, den ersten Schritt zu machen. "Der Rest ergibt sich oft unterwegs."
Mehr als nur eine Ausbildung Für Vivian ist die Ausbildung längst mehr geworden als eine berufliche Qualifikation. Sie hat ihr gezeigt, dass Veränderung möglich ist. Dass neue Wege auch dann entstehen können, wenn man bereits Verantwortung für andere Menschen trägt. Und dass es nie zu spät ist, einen Traum zu verfolgen. Für Vivian war es am Ende die Kombination aus familiärer Unterstützung, persönlicher Disziplin und einer flexiblen Ausbildungsstruktur, die den Weg in den Rettungsdienst möglich gemacht hat. Oder wie sie selbst sagt: "Manchmal muss man einfach den Mut haben, sich selbst noch einmal neu kennenzulernen."
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Wir nehmen uns Zeit für deine Fragen und helfen dir dabei, den passenden Einstieg in den Rettungsdienst zu finden.
Alexander Schiffmann
Schulleiter DRK Rettungsdienst-Akademie Euskirchen
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